Kammerkonzert – Klavierquartette von Mozart und Brahms

Kammerkonzert

Klavierquartette von Mozart und Brahms

Foto: PR

Dieser Kammerkonzertreihe liegt ein einzigartiges Konzept zugrunde. Jedes Konzert besteht aus einem Vorprogramm, das von Musikschülern gestaltet wird und einem Hauptteil, in dem hochkarätige Ensembles und Solisten auftreten. Zwischen dem Spiel der Schüler und dem der Profis entsteht dabei ein spannender Kontrast. Kurze Moderationen geben unaufdringlich Höranstöße.

Im 9. Kammerkonzert erklingen zwei Klavierquartette in g-Moll – das eine von Wolfgang Amadeus Mozart und das andere von Johannes Brahms. Beide Komponisten waren etwa 30 Jahre alt, als sie die Stücke schrieben. Der eine ließ das Leistungsvermögen und die ästhetischen Ansprüche seiner Wiener Zeitgenossen zunehmend außer Acht. Der andere nutze die damalige Popularität ungarisch inspirierter Zigeunermusik, um mit seinem g-Moll Klavierquartett in der Donaumetropole zu debütieren. Es spielen: Masumi Sakagami (Klavier), Jörg Faßmann (Violine), Marie-Annick Caron (Viola) und Simon Kalbhenn (Violoncello).

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart  (1756–1791)
Klavierquartett g-Moll, KV 478

Johannes Brahms  (1833–1897)
Klavierquartett g-Moll, op. 25

 

Das Vorprogramm wird von Schülern der Musikschule Sächsische Schweiz gestaltet.

Emma Kaven (Violine)
„Abenddämmerung“ von Jürgen Moser (*1949)
Begleitung: Almuth Kaven (Klavier) – Klasse: Katerina Czeslik Tajovská

Lukas Stiasny (Violine) und Jonas Kerda (Klavier)
„Sonatine op.27“ für Violine und Klavier von Zdenek Fibich (1850-1900)
Klassen: Katerina Czeslik Tajovská und Lilli Schmidt

Eliane Steindorf, Maximilian Gräfe, Elisabeth Huth (Klavier 6-händig)
„Walzer“ von Sergej Rachmaninov (1873-1943)
Klasse: Lilli Schmidt

Moderation: Amal Mitzscherling

Masumi Sakagami wurde in Japan geboren, wo sie bereits im Alter von vier Jahren ihren ersten Klavierunterricht erhielt. Sie studierte zunächst in ihrer Heimat an der Osaka University of Arts, ehe sie nach Berlin an die Hochschule der Künste wechselte und anschließend bei Amadeus Webersinke an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden ihre Studien fortsetzte. Daneben besuchte sie regelmäßig Meisterkurse bei György Sebők. Seit 1999 ist Masumi Sakagami Dozentin an der Dresdner Musikhochschule.Die Pianistin ist Preisträgerin mehrerer Klavierwettbewerbe und entwickelt eine rege Konzerttätigkeit in Japan und Deutschland. Sie ist neben ihrer solistischen Tätigkeit eine gefragte Kammermusikpartnerin. Sie war seit 2008 mehrfach in den Kammerabenden der Staatskapelle Dresden sowie bei der Dresdner Philharmonie zu Gast. Sie wirkte so u.a. beim Alfred-Brendel-Projekt der Staatskapelle mit und war Gast beim Kammerkonzert im Gewandhaus zu Leipzig sowie bei den Movimentos Festwochen in Wolfsburg. Seit 2011 ist sie ein gern gesehener Gast im Programm „Ilse Bähnerts Tubamania“ hier im Tom-Pauls-Theater.

Jörg Faßmann, 1966 in Dessau geboren, erhielt schon im Alter von fünf Jahren seinen ersten Violinunterricht. Er war Preisträger verschiedener Wettbewerbe für Jugendliche und debütierte bereits mit 9 Jahren als Solist mit Orchester. Sein Studium absolvierte Jörg Faßmann in Leipzig bei Professor Klaus Hertel und in der Meisterklasse von Professor Gustav Schmahl. Er war Preisträger beim Internationalen Wettbewerb Markneukirchen und spielte Rundfunkaufnahmen mit Professor Monika Raithel ein. 1987 kam Jörg Faßmann zur Sächsischen Staatskapelle Dresden und wurde 1989 deren stellvertretender 1. Konzertmeister. Seit 1992 hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden inne und wurde 2011 zum Professor ernannt.
1995 gründete er das Dresdner StreichTrio mit, das seitdem ein breites Repertoire erarbeitet hat, umfangreiche CD- und Rundfunkaufnahmen vorweisen kann und Gast bei namhaften Festivals wie dem Rheingau Musikfestival und dem mdr Musiksommer war. Tourneen führten das Ensemble nach Österreich, in die Tschechische Republik, sowie in die Schweiz und nach Italien.
Darüber hinaus ist Jörg Faßmann als Solist und Kammermusikpartner in Europa, den USA und Japan sehr gefragt und hat Meisterkurse in Spanien, Deutschland und den USA durchgeführt.
Jörg Faßmann spielt eine Kopie der Violine „Il Cannone“ von Giuseppe Guarnieri aus der Meisterwerkstatt Joachim Schade.

In ihrem Heimatland Kanada erhielt Marie-Annick Caron ihren ersten Geigenunterricht bei Helene Roberge. Zum Studium wechselte sie zur Bratsche, die sie bei Robert Verebes am „Conservatoire de musique de Montréal“ studierte. 1999 kam sie zum Aufbaustudium nach Deutschland, um ihre Ausbildung in der Klasse von Prof. Erich Krüger an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar zu vervollkommnen. Marie-Annick Caron war Mitglied zahlreicher internationaler Jugendorchester, so beim „Jeunesses Musicales Weltorchester“. Außerdem wirkte sie langjährig im Kammerorchester „Les Violons du Roy“ mit. Seit 2001 lebt sie in Dresden und ist Mitglied der Sächsischen Staatskapelle. Kammermusikalisch war Marie-Annick Caron u.A. bei verschiedenen Kammerabenden in der Semperoper, beim Festival „Concerts aux Iles-du-Bic“ in Kanada und im Rahmen der Osterfestspiele in Salzburg zu hören. Seit 2007 unterrichtet sie an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden.

Simon Kalbhenn war zunächst Schüler von A. Molzahn am Dr. Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt. Anschließend studierte er bei Maria Kliegel in Köln und Martin Ostertag in Karlsruhe. Nach einem künstlerischen Aufbaustudium wurde er 1996 Solocellist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Als Mitbegründer des Jacobus Stainer Quartetts widmet er sich intensiv der Kammermusik. Als Solist war er u. a. mit den Konzerten von J. Haydn und C. Saint-Saëns in Aufführungsabenden der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Seit 2003 hat er einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Dresden.

Vorstellungen

ermäßigt: 9 €, Schüler: 3 €
26. November 2017
18.00 Uhr
Tom Pauls Theater
Pirna
Restkarten im Tom Pauls Theater

Karten kaufen – 15,00 Euro

Tel 03501 7793 122